Schulbusfahren – aber sicher!

Sonneberg – Die diesjährigen Vorschulkinder aus unserer integrativen Kindertagesstätte „Arche Noah“ aus Oberlind haben erfolgreich an der Ausbildung „Sicher Schulbusfahren“ teilgenommen, denn auch das Fahren mit dem Schulbus will gelernt sein. Initiiert wurde die lehrreiche und wichtige Aktion von der Stadt Sonneberg, der Omnibusverkehrsgesellschaft (OVG) Sonneberg sowie der Thüringer Polizei über die Polizeiinspektion Sonneberg.
Los ging es an der Kita mit der Abholung der künftigen Schulanfänger und Busfahrer Max, der sie alle sicher zum Schulungsraum der Jugendverkehrsschule nach Steinbach und auch wieder zurückbrachte. Dort wurden die Kinder und ihre Erzieher von Polizist Steffen Haupt begrüßt, der sogleich nach Namen und Adressen fragte – für den Fall, dass mal jemand verloren geht. Gleich nach der Vorstellungsrunde ging es ans Eingemachte, den theoretischen Teil der Schulung. Mit Hilfe eines Films vermittelte Haupt das korrekte Verhalten, indem er den Film immer wieder stoppte und die Kinder zum Reflektieren des Gesehenen animierte, so dass es für alle sehr gut verständlich war. Beispielsweise beim Vorgang des Überquerens einer Straße: Zuerst nach links, dann nach rechts und noch einmal nach links schauen, bevor man zügig und gerade über die Straße geht. Musikalische Unterstützung leistete zudem das Lied „Tommy, der Schulbus“, der auf fröhliche Weise von seinem Arbeitstag erzählt.
Wie man sich richtig an einer Haltestelle verhält, stand ebenfalls auf dem umfangreichen Lehrplan: Wo stehen die Kinder? Es wird nicht geschubst und nicht getobt, denn wie schnell könnte dabei ein Unfall geschehen. Ebenfalls wichtig: Bevor man einsteigt – erst die Leute aus dem Bus aussteigen lassen und dann in einer Reihe einsteigen, nicht nebeneinander und nicht drängeln. Im Bus sucht man sich einen freien Platz, setzt sich ordentlich hin und klemmt sich die Schultasche am besten zwischen die Beine auf dem Boden. Falls es keinen Sitzplatz gibt, muss man stehen und darauf achten, sich ordentlich festzuhalten und nicht an die Tür zu stellen. Darüber hinaus sind Ordnung und Sauberkeit im Bus ausdrücklich erwünscht, und zu älteren Menschen und schwangeren Frauen sollte man besonders höflich sein und ihnen einen Sitzplatz anbieten. Auch beim Aussteigen gilt außerordentliche Vorsicht. Hier ist es am besten, genügend Abstand zum Bus zu halten und zu warten, bis der Bus weggefahren ist, bevor man die Straße überquert.

Nach dem vielen theoretischen Wissen galt es, eine kleine Prüfung zu absolvieren, die alle Kinder prächtig meisterten: Sie beantworteten Fragen mit einem grünen und lächelnden Smiley für richtiges und mit einem roten und traurigen Smiley für falsches Verhalten.
Dann ging es an die Praxis, bei der die Kinder zeigen konnten, wie gut sie im theoretischen Teil aufgepasst und zugehört hatten. Abstand zum Bus einhalten, Einsteigen in Reihe in den OVG-Bus, Aussuchen der nächstliegenden freien Plätze, ordentliches Sitzen, Aussteigen in Reihe.
Noch spannender wurde es bei den folgenden Experimenten, die die Organisatoren im Gepäck hatten. Was passiert beispielsweise mit einer freistehenden Tasche, wenn der Bus abrupt bremsen muss? Sehen die Kinder die Erzieher, wenn sie selbst im Bus, die Erzieher aber draußen hinter dem Bus stehen? Was passiert mit Kunststoffbechern, wenn ein Rad des Busses darüberfährt? Man möchte sich nicht vorstellen, was dann erst mit einem Fuß unterm dem großen Rad passieren könnte. Alle Kinder waren sehr interessiert, aufmerksam und beteiligten sich aktiv sowohl im theoretischen als auch im praktischen Schulungsteil. Das wussten auch Busfahrer Max und Polizist Steffen Haupt zu schätzen und lobten die Vorschulkinder aus Oberlind für ihr tolles Verhalten.
Nach bestandener Prüfung erhielt jedes Kind eine Urkunde, ein Ausmalheft übers richtige Busfahren und Stifte als Aufmerksamkeit und zur Erinnerung. Herzlichen Dank für diesen spannenden Tag und die lehrreiche Veranstaltung sagen die Vorschulkinder aus der „Arche Noah“ und ihre Erzieher.

Diakoniewerk der Superintendenturen Sonneberg und Hildburghausen/Eisfeld e.V.
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